Über uns [Weinlagerung]
- Wie lagert man Wein am besten? -

Ebenso wie zum Wachsen und Reifen, braucht der Wein auch zum Lagern gewisse Voraussetzungen. Ideale Bedingungen findet er in den tief unter der Erde angelegten Kabinett - Kellern ( zuerst I728 auf Schloss Vollrads genannt ) mit einer konstanten Temperatur von 10 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent. Dabei sorgt der Kellerschimmel, der die Flaschen einhüllt, noch einmal für Schutz vor Helligkeit, Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen.

Aber auch in ganz gewöhnlichen Kellern kann Wein durchaus mehrere Jahre lagern und dabei an Qualität gewinnen. Voraussetzung ist hier eine möglichst gleich bleibende Temperatur um 10 Grad und eine Luftfeuchtigkeit um 90 Prozent. Man kann diese Werte annähernd erreichen, wenn man einige wichtige Punkte beachtet:

-- Die Heizungsrohre sollten isoliert sein.
-- Das Kellerfenster nicht nach Süden gehen.
-- Der Fußboden nicht zugemauert oder betoniert
    sein.
-- Es sollte stets ein Eimer mit Wasser aufgestellt
    sein.
-- Stets für Zufuhr frischer Luft sorgen.

Lassen sich Temperaturschwankungen nicht vermeiden, sollten die Flaschen in schwarzes Krepp - Papier eingewickelt werden, das hält die Temperatur.
Zur Lagerung von Wein gut geeignet sind auch Kellersteine, die man, je zwei hintereinander, hochkant an der Kellerwand aufschichtet. Dort ist der Wein ebenfalls gegen Helligkeit, Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen geschützt.

Klar, dass die Flaschen möglichst ruhig lagern, also wenig bewegt werden sollten. Da sich im Laufe der Zeit das Etikett löst, man also nicht mehr weiß, was sich genau in den Flaschen befindet, sollten diese in Seidenpapier eingewickelt werden

Noch einmal zurück zu den Rheingauer Rekordweinen. Nachzutragen wäre, dass 1896, als der Rekordwein des Jahres 1893 ein zwar viel versprechender, aber noch unbedeutender junger Bursche war, die Londoner Weinimportfirma "Berry Bros. & Co." eine hochinteressante Preisliste veröffentlichte.
Darin rangierten die absoluten Spitzenweine unter der Rubrik "Hock" für "Hochheimer", dem englischen Synonym für Rhein- und besonders für Rheingauer Weine. Für ein Dutzend Flaschen "Marcobrunn - Kabinett" oder "Rüdesheimer Hinterhaus", jeweils Jahrgang 1862, musste der Weinliebhaber 200 Pfund bezahlen, nach heutiger Kaufkraft rund 1.380,49 EUR ( 2.700,-- Mark ) pro Flasche!
Unter allen europäischen Spitzenweinen reichte lediglich ein Château d'Yquem an diesen Preis heran. Alle übrigen, darunter auch berühmte Medoc - Weine, blieben weit dahinter zurück.


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