Oestrich

Vor mehr als 800 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, ist Oestrich bis heute ein beschaulicher Weinort mit viel Charme und Flair geblieben. Der Weinbau hat hier eine lange Tradition, die eleganten Rieslingen aus den bekannten Oestricher Lagen Lenchen und Doosberg gehören zu den Spitzengewächsen des Rheingaus.

Informieren Sie sich im folgenden näher über die Oestricher Winzer bzw. Weinmajestäten.

Wahrzeichen der Stadt ist der weithin sichtbare Weinverladekran am Rheinufer aus dem Jahre 1745. Mit Hilfe einer drehbaren Holzkonstruktion, die ein von Menschenkraft getriebenes Schwungrad in Gang setzte, wurde Fass um Fass auf die schmalen Rheinschiffe gehoben. Noch bis ins Jahr 1925 tat der Oestricher Kran am Rheinufer seinen Dienst. Auf der anderen Seite der Bundesstraße steht ein beeindruckendes Fachwerkensemble, das unwillkürlich Erinnerungen an die Rheinromatik des 19. Jahrhunderts wachruft. Das historische Hotel „Schwan“ ist gleichzeitig auch Restaurant. Dahinter erhebt sich der markante eckige Wehrturm der spätgotischen St. Martinskirche mit dem sogenannten Gienaltar aus dem 16. Jahrhundert. Die alten Oestricher Gassen mit ihren Gutshöfen, dem historischen Marktplatz, dem Rathaus von 1584 und dem alten Gasthof „Krone“ zählen zu den malerischsten Plätzen im ganzen Rheingau.

Vor den Toren Oestrichs liegt Schloss Reichartshausen, ein ehemaliger Wirtschaftshof des Klosters Eberbach. Hier lagerten und verschifften die Mönche ihre Weinfässer, um sie auf dem Wasserweg relativ sicher und schnell zu transportieren. Seit dem Jahre 1980 befindet sich im Schloss Reichartshausen die erste Hessische private Hochschule, die European Business School, und erfüllt das historische Gemäuer mit neuen jungen Leben.

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