Oestricher Lagen

Doosberg

Eine Sprachvariante zum Dachsberg (1211 dasberg). Auch hier entstand der Lagenname durch den Boden, da in Löss gerne der Dachs seine Bauten hat. 

Die Böden sind überwiegend tiefgründige Lösse und schwere Lößlehme. Von den Mostgewichten wachsen hier die besten Weine in der Oestricher Gemarkung. Sie sind schwere und körperreiche Weine mit langsamer Reife. Sie zeigen eine große Eleganz.

Klosterberg

Der Name wird von dem in diesem Bereich liegenden Kloster Gottesthal abgeleitet.

In diesem Bereich findet man flach- und tiefgründige Kies- und Quarzitböden. In abgegrenzten Bereichen sind auch lehmige, frische und garebereite Böden vorhanden. Die Weine sind stoffig und haben eine mineralische Note. In trockenen Jahren wachsen durch den guten Wasserhaushalt fruchtig extraktreiche Weine.

Lenchen

Der Lagenname ist aus einer Ortsbezeichnung für die zum Pfingstbach geneigten Berglehne abgeleitet. 

Die Böden sind meist tiefgründige zum Teil kiesige Lösse sowie schwere tertiäre Mergelböden. Die Weine sind blumig und aromatisch, die einen stoffigen Charakter haben. Ihr großes Spiel wird durch den hohen Anteil an Weinsäure untermauert.

Rosengarten

Der Lagenname leitet sich der Besonderheiten der Anforderungen der Ansprüche der Rosen an das Klima, den Boden und die Wasserversorgung ab. Dies sind Hinweise darauf, dass früher in diesem Bereich auch die Pflege und Zucht von Rosen beheimatet war und dies macht die Besonderheit des Standortes deutlich. Dieser Name soll an die alte Tradition der Kultur der Rose als auch an die Besonderheit des Standortes erinnern.

Der Boden ist weitestgehend sehr homogen. Die Majorität der Böden sind aus carbonathaltigem, stark kiesigem stark sandigem Lehm bis sandigem Lehm, z.T. mit hoher Beimengung von Terrassensedimenten oder Gestein der Alzey-Formation.

Die Weine die in diesem Bereich wachsen, zeichnen sich durch ihre besondere filigrane Struktur und feine Fruchtaromatik aus. Durch die teilweise hohen Kalkgehalte sind die Fruchtsäuren gepuffert und geben den Weinen eine dienende Nachhaltigkeit. Der Duft erinnert oft an Limonen und reife heimische Früchte wie Weinbergspfirsiche, Aprikose  und Stachelbeeren.

Schloss Reichartshausen

Schloss Reichartshausen war ein Klosterhof der Zisterzienserabtei Eberbach und zeitweise die zweite Residenz des Abtes. Die umliegenden Weinberge tragen daher diesen Namen.

Die Boden- und Weinbeschreibung ist mit den Lagen Doosberg und Pfaffenberg vergleichbar.