Rauenthaler Lagen

Baiken

Die Lage hat ihren Namen durch ihre geographische Lage, da sie sich in der Biegung des Rauenthalers Berges zum Sulzbach hin erstreckt. Im Althochdeutschen >bougen< = biegen.

Die Böden bestehen überwiegend aus tiefgründigen, steinig- grusigen Phyllitböden, die im Unterhang in Lößlehme auslaufen. Die Weine zählen zu den größten des Rheingaus und haben eine gute Lagerung. Sie sind stoffig, körperreich mit einer stark variierenden Frucht und blumigen Aromatik. Die mineralische Säuretextur ist ausgeglichen.

Gehrn

Der Lagenname leitet sich aus der Geländeform, die an Keil erinnert ab. Die Speerspitze wurde Alt- und Mittelhochdeutsch >Giern< abgeleitet.

In diesem Bereich findet man kleinflächige Böden aus Serizitgneis neben tiefgründigen Phyllitböden. Teilweise sind auch tiefgründige Lösse und Lößlehme vorhanden. Die Weine im Kernstück sind mit denen aus der Lage Baiken vergleichbar. Sie zeigen ein ansprechendes Spiel aus einer besonderen Aromatik bis hin zu einer eleganten mineralischen Säure. Auch hier liegt eine besondere Lagerfähigkeit vor.

Langenstück

Der Name ist auch hier durch die Form des Geländes entstanden.

Der Boden ist überwiegend ein Phyllitboden in dem auch vulkanisches Gestein vorkommt. Die Weine sind durch die Höhenlage leichter in der Aromatik und zeigen eine feinnervige bis kernige Säurestruktur mit einer großen Harmonie und Eleganz.

Nonnenberg

Der Lagenname wird von dem Namen der spätklassizistischen Villa, die von weitem schon zu sehen ist, abgeleitet, die auch den Namen trägt. Dieser wurde abgeleitet von den Nonnen des Klosters Tiefenthal, die im Besitz dieses Hangs und der Gebäude waren.

Die Böden bestehen überwiegend aus tiefgründigen, steinig- grusigen Phyllitböden, die im Unterhang in Lößlehme auslaufen. Die Weine sind gehaltvoll und stoffig mit einer angenehmen feinen Würze sowie rassiger bis teils kerniger Säure.

Rothenberg

Der Name Rothenberg wird wahrscheinlich von dem violetten Phyllitschiefer abgeleitet, der hier den Boden rötlich färbt. 

Die steinig-grusigen Böden enthalten Phyllitschiefer und Quarzite. Die Weine haben eine vollmundige Art mit einer kernigen Säure. Sie sind im Jungstadium, ähnlich der Lage Wülfen, meist verschlossen und entfalten ihre Eleganz erst nach einer gewissen Lagerung.

Wülfen

Die Namensgebung ist nicht ganz eindeutig. Die eine Variante bezieht sich auf den im Rheingau belegten Familien Name Wolf. Die zweite Möglichkeit ist auch wolf = rundliche Bodenerhebung als namensgebend denkbar.

Der Boden ist überwiegend ein tiefgründiger Phyllitboden mit Einlagerungen von tiefgründigem Löss sowie tertiäre Mergelböden. Die Weine sind im Jungstadium meist verschlossen und entfalten ihre Eleganz erst nach einer gewissen Lagerung. Sie haben eine vollmundige Art mit einer kernigen Säure.