Zur Hauptnavigation Zum Hauptcontent

Rheingau setzt auf Daten, Genuss und neue Bilderwelten

Rheingau setzt auf Daten, Genuss und neue Bilderwelten

Wie sich der Rheingau zwischen Tradition und Moderne positioniert, zeigte die Frühjahrspressekonferenz – von touristischen Trends bis hin zu neuen visuellen Erzählformaten.

Im Rahmen der Frühjahrspressekonferenz der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH (RTKT) im Linden-Theater Geisenheim wurden am 14. April 2026 zentrale Entwicklungen, aktuelle Projekte und strategische Perspektiven für den Rheingau vorgestellt. Die Veranstaltung bot neben inhaltlichen Impulsen auch Raum für Austausch und individuelle Gespräche mit den Akteurinnen und Akteuren der Region.

Begrüßt wurden die Gäste durch Moderatorin Sabine Nebel , die einen Überblick über die Themen gab und die überaus zahlreichen Teilnehmenden – rund 90 Gäste waren der Einladung der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH gefolgt – explizit begrüßte. Darunter die Bürgermeister und Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen und touristische Leistungsträger und Partner.

Tourismuszahlen 2025

Im ersten inhaltlichen Block präsentierten Sandro Zehner und Dominik Russler die touristischen Kennzahlen für das Jahr 2025. Die Zahlen unterstreichen die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für den Rheingau, machen jedoch auch strukturelle Herausforderungen – insbesondere im Bereich der Beherbergung – deutlich.

„Der Tourismus ist und bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor für unsere Region. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind, machen aber auch deutlich, dass wir gezielt in Qualität und Infrastruktur investieren müssen“, betonte Landrat Sandro Zehner.

Auch Dominik Russler ordnete die Entwicklung ein: „Verlässliche Kennzahlen sind für uns die Grundlage, um Trends frühzeitig zu erkennen und den Rheingau strategisch weiterzuentwickeln. Gerade bei Themen wie Kurzreisen, Entwicklung des Camping-Tourismus oder veränderten Aufenthaltsdauern sehen wir großes Potenzial.“

Rheingauer Schlemmerwochen 2026

Im Anschluss rückten die Rheingauer Schlemmerwochen 2026 in den Fokus. Frank Schönleber, Vizepräsident des Rheingauer Weinbauverbandes, die Rheingauer Weinkönigin Lena Roie sowie Projektleiterin Maren Gutberlet stellten gemeinsam mit Dominik Russler das traditionsreiche Veranstaltungsformat vor. Die Schlemmerwochen gelten seit fast 40 Jahren – im nächsten Jahr steht das Jubiläum an - als bedeutender Impulsgeber für Gastronomie, Weinbau und Tourismus und leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Ergänzend wurde von Bäcker Stefan Dries mit dem „kleinen Wingertsknorze“, das diesjährige Brot der insgesamt sechs Schlemmerwochen Bäcker vorgestellt. Seit Jahren denken sich die Rheingauer Bäckereien Laquai, Faust, deStalter, Preis und Schröer ein neues Produkt aus, das in den Bäckereien und bei ausgewählten Winzerbetrieben in der Zeit rund um die Schlemmerwochen erhältlich ist.

Impuls Tourismusbeitrag

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Tourismusbeitrag als zentralem Finanzierungsinstrument. Winfried Steinmacher und Astrid Climenti, Vorsitzende des RTKT-Beirats, erläuterten dessen Bedeutung für die Umsetzung gemeinsamer Projekte – von Infrastrukturmaßnahmen bis hin zu Marketinginitiativen. In diesem Zusammenhang wurde auch das neue Filmprojekt eingeordnet, das mit entsprechender finanzieller Beteiligung auch für die Kommunen Geisenheim und der Landeshauptstadt Wiesbaden realisiert wurde.

„Der Tourismusbeitrag ist eine unverzichtbare Grundlage, um die touristische Infrastruktur im Rheingau zu erhalten und weiterzuentwickeln. Er ermöglicht Projekte, von denen die gesamte Region profitiert – von Gästen ebenso wie von Einheimischen“, erklärten Winfried Steinmacher und Astrid Climenti.

Rheingau Film und 10 Städteportraits

Große Aufmerksamkeit erhielt die anschließende Präsentation der neuen Rheingauer Städteportraits sowie des Imagefilms. Die zehn Städteportraits sind im Stil einer Grußkarte gestaltet und beginnen jeweils mit einem „Gude aus…“, mit Empfänger „Bad Urlaubsreif“. Sie geben in eindrucksvollen Bildern Einblicke in die Besonderheiten der einzelnen Kommunen und zeigen, wie individuell die Ortschaften sind. In der Gesamtheit aller Portraits ist die Vielfalt des Rheingaus auf beeindruckende Weise sichtbar.

Rheingau wählt selbstbewusstes Konzept

Der Rheingau-Film selbst setzt auf eine narrative, bewusst ironische Herangehensweise. Schon der Titel „Rheingau? Joa – find ich gut!“ eine gewisse Ironie erkennen. Im Mittelpunkt steht die Figur Florian, verkörpert von Schauspieler Timo Gastager, dessen Perspektive das Publikum zunächst irritieren mag, bevor sich im Verlauf des Films eine klare Botschaft entfaltet: die tiefe Verbundenheit zur Region. Mit atmosphärischen Bildern und einem augenzwinkernden Ton wird der Rheingau als „Comfortzone“ inszeniert – familiär, authentisch und lebens- und vor allem ERlebenswert.

Konzipiert wurde das Projekt von Helge Döker (Filmagentur 5&2), der mit einem mutigen kreativen Ansatz überzeugte. Inspiriert von internationalen Formaten verbindet der Film Selbstironie mit Selbstbewusstsein. „Es braucht einen Kunden, der bereit ist, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, weil er weiß, was er kann und hat“, so Döker. Für den jungen Filmemacher stellt das Projekt einen wichtigen Meilenstein dar. „Ich bin sehr dankbar, dass der Rheingau sich für uns und damit dieses selbstbewusste, mutige und innovative Konzept entschieden hat, denn meine Vermutung war – das wird nix-  als ich die Bewerbung abgeschickt hatte“, gibt Helge Döker ehrlich zu.

Authentizität im Fokus

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten ein Ausblick sowie eine offene Feedbackrunde mit den Podiumsgästen, bevor sich im Anschluss die Gelegenheit zu individuellen Gesprächen bot. Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz stand Landrat Sandro Zehner für Interviews zur Verfügung.

Mit der Präsentation der Projekte und Maßnahmen unterstreicht der Rheingau seinen Anspruch, die regionale Identität zeitgemäß zu vermitteln, neue Wege der Kommunikation zu gehen und den Tourismus strategisch weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen dabei vor allem Authentizität und eine zukunftsorientierte Markenführung, die den Rheingau langfristig als attraktive und lebenswerte und bereisenswerte Destination positioniert.

Zeichen inkl. Leerzeichen: 6203 | Wörter: 808

________________________________________

Kurz-Presseversion mit Zitaten (ca. 1.700 Zeichen)

Rheingau präsentiert Tourismuszahlen, Schlemmerwochen und neuen Imagefilm

Im Rahmen der Frühjahrspressekonferenz der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH (RTKT) im Linden-Theater Geisenheim wurden am 14. April 2026 aktuelle Entwicklungen und neue Projekte der Destination Wiesbaden Rheingau vorgestellt. Nach der Begrüßung durch Landrat Sandro Zehner, Geschäftsführer Dominik Russler und Moderatorin Sabine Nebel standen zunächst die touristischen Kennzahlen 2025 im Fokus. Diese belegen die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus, zeigen jedoch auch Herausforderungen – insbesondere im Bereich der Beherbergung.

„Der Tourismus ist und bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor für unsere Region. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind, machen aber auch deutlich, dass wir gezielt in Qualität und Infrastruktur investieren müssen“, betonte Landrat Sandro Zehner.

Auch Dominik Russler ordnete die Entwicklung ein: „Verlässliche Kennzahlen sind für uns die Grundlage, um Trends frühzeitig zu erkennen und den Rheingau strategisch weiterzuentwickeln. Gerade bei Themen wie Kurzreisen oder veränderten Aufenthaltsdauern sehen wir großes Potenzial.“

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Rheingauer Schlemmerwochen 2026, die als wichtiger Impulsgeber für Gastronomie, Weinbau und Tourismus gelten. Vertreterinnen und Vertreter aus Weinbau, Tourismus und Projektleitung gaben Einblicke in das traditionsreiche Format und stellten mit dem „kleinen Wingertsknorze“ ein kulinarisches Highlight vor.

Zudem wurde die Bedeutung des Tourismusbeitrags als Finanzierungsinstrument für regionale Projekte hervorgehoben. Winfried Steinmacher und Astrid Climenti erklärten hierzu gemeinsam: „Der Tourismusbeitrag ist eine unverzichtbare Grundlage, um die touristische Infrastruktur im Rheingau zu erhalten und weiterzuentwickeln. Er ermöglicht Projekte, von denen die gesamte Region profitiert – von Gästen ebenso wie von Einheimischen.“

In diesem Zusammenhang präsentierte die RTKT auch neue Städteportraits sowie einen Imagefilm, der mit einem ironisch-erzählerischen Ansatz die Besonderheiten des Rheingaus in Szene setzt. Der Film verbindet augenzwinkernde Selbstironie mit einer klaren Botschaft: die tiefe Verbundenheit zur Region.

Mit den vorgestellten Maßnahmen unterstreicht die Destination Wiesbaden Rheingau ihren Anspruch, den Tourismus nachhaltig, authentisch und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.