• Wein

Dem Riesling auf der Spur

Schloss Vollrads und Schloss Johannisberg

Dauer 2 h 30 min
Startpunkt

Schloss Vollrads - Oestrich-Winkel

Entfernung zum Startpunkt

Wiesbaden 23 km / 24 Min., Mainz 28 km / 33 Min., Frankfurt 59 km / 49 Min.

Zielpunkt

Schloss Johannisberg - Geisenheim-Johannisberg

Anreise

Anfahrt von Frankfurt / Wiesbaden über die A66 / B42, Abfahrt Winkel / Schloss Vollrads. Der Beschilderung durch Winkel folgen. Auf der Vollradser Allee erreichen Sie nach ca. 2 km Fahrt durch die Weinberge Schloss Vollrads.

Parkmöglichkeiten

Kostenlose Parkplätze direkt unterhalb und oberhalb der Schlossanlage.

Beschreibung

"Willkommen im Riesling," lautet die Begrüßung der Gäste auf Schloss Vollrads. Die 80 ha Rebflächen sind ausschließlich mit Riesling bestockt. Schon von Weitem ist das Wahrzeichen, ein als Wasserburg errichteter wuchtiger Wohnturm aus den Anfängen des 14. Jahrhunderts sichtbar. Oben angekommen, laden Schlossterrasse, Hof und Garten zum Schlendern und Verweilen ein.

Der Titel "Riesling-Weingut" trifft auch auf Schloss Johannisberg zu. Der Fürstabt von Fulda begründete die herausragende Entwicklung von Schloss Johannisberg als Weingut: 1720 ließ er den Johannisberg mit 294.000 Riesling Rebstöcken bepflanzen. 1775 wurde hier Spätlese entdeckt. Dem Kurier, dem der verspätete Beginn der Lese zu verdanken ist, wurde auf Schloss Johannisberg ein Denkmal gesetzt. Schlendern Sie auf Goethes Pfaden und genießen Sie den Blick, ob vom Goetheblick oder der Schlossterrasse.

Tipps

Besondere Atmosphäre verspricht eine Weinprobe im historischen Holzfasskeller von Schloss Johannisberg aus dem 18. Jahrhundert. Im Herzen der unterirdischen Keller-Anlage befindet sich bis heute die „Bibliotheca subterranea“, die berühmte Schatzkammer des Schlosses mit kostbaren Wein-Raritäten aus mehreren Jahrhunderten.
Weinproben werden für Gruppen ab 10 Personen und zu einzelnen Terminen angeboten. www.schloss-johannisberg.de

Einkehrmöglichkeiten

Gutsrestaurant Schloss Vollrads, Do bis Mo 12 – 21.30 Uhr, So 12 – 18.00 Uhr, Di, Mi Ruhetag.

Gutsrestaurant Schloss Johannisberg, täglich ab 11:30 Uhr, durchgehend warme Küche

Weitere Informationen

Öffnungszeiten:
Vinothek Schloss Vollrads: Mo bis Fr 09 - 17 Uhr Sa, So, Feiertag 11 - 16 Uhr. Besichtigung Schloss Vollrads im Rahmen einer Führung möglich!

Vinothek Schloss Johannisberg: 1. März bis 31. Oktober Mo bis Fr 10 - 13 Uhr und 14 - 18 Uhr Sa, So, Feiertag: 11 - 18 Uhr, Mai bis September: 11 - 19 Uhr
1. November bis 28. Februar Mo bis Fr 10 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr Sa und So 11 – 17 Uhr
Kellerbesichtigung im Rahmen einer Führung möglich.

Kontakt:
Schloss Vollrads: Telefon 06723 66-0, info@schlossvollrads.com, www.schlossvollrads.com

Schloss Johannisberg: Telefon Vinothek 06722 700-90, Telefon Gutsrestaurant 06722 9609-0, info@schloss-johannisberg.de, www.schloss-johannisberg.de

Streckenbeschreibung

Von der B 42 biegen Sie auf der Höhe von Winkel in den Ort Winkel ab. Hier folgen Sie der Beschilderung nach Schloss Vollrads. Die Vollradser Allee führt Sie durch die Weinberge direkt zum Schloss Vollrads. Parkplätze befinden sich unterhalb der Schlossmauer. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es oberhalb der Schlossanlage.

Wahrzeichen der Schlossanlage ist der als Wasserburg errichtete wuchtige Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert. Über dem Eingang zum Wohnturm prangt das Familienwappen der Greiffenclau. Georg Phillip Greiffenclau ließ 1684 das heutige zweiflügelige Herrenhaus von Vollrads erbauen. Seine heutige Gestalt erhielt Schloss Vollrads 1907/1908 als Gräfin Clara Matuschka-Greiffenclau den Südtrakt des Herrenhauses um ein drittes Stockwerk erhöhen, zwei Türme mit Zwiebelhauben anbauen und die Terrassen erweitern ließ.

Der Weinbau wurde in der Lage Schlossberg bereits im frühen Mittelalter dokumentiert. Die älteste Weinrechnung von Schloss Vollrads stammt aus dem Jahr 1211. Heute umfasst die Rebfläche von Schloss Vollrads, die ausschließlich mit Riesling bestockt ist, insgesamt 80 ha. Schon lange steht Schloss Vollrads für Weinbauqualität. 1897 war das Weingut Gründungsmitglied der Vereinigung der Weingutsbesitzer im Rheingau, die sich 1910 gemeinsam mit Verbänden aus anderen Weinanbaugebieten zu den Deutschen Naturweinversteigerern zusammenschlossen. Aus diesem ging wiederum der Verband der Deutschen Prädikatsweingüter hervor.

Auf dem Rieslingpfad können Sie bei herrlichem Blick auf die Rheingauer Kulturlandschaft in einer halben Stunden zum Schloss Johannisberg spazieren. Mit dem Auto gelangen Sie über die Vollradser Allee und K 631 nach Johannisberg. Im Ortskern biegen Sie links direkt zum Schloss ein. Parkplätze befinden sich an der Allee. Von der Allee öffnet sich der Blick auf die barocke Schlossanlage. Hier lohnt ein Abstecher zum Goethetempel, der den Blick nach Westen öffnet. Die Basilika Johannes der Täufer, nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut, zeugt von dem Benediktinerkloster Johannisberg, das hier Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet wurde. Im 16. Jahrhundert aufgelöst, erwarb der Fürstabt von Fulda die Anlage und ließ die verfallenen Gebäude zu seiner Sommerresidenz umgestalten. Er begründete die herausragende Entwicklung von Schloss Johannisberg als Weingut: 1720 ließ er den Johannisberg mit 294.000 Riesling Rebstöcken bepflanzen. Den Besitzverhältnissen ist die Entdeckung der Spätlese zu verdanken. Die Erlaubnis zum Beginn der Lese musste beim Fürstabt in Fulda persönlich eingeholt werden. Der verantwortliche Kurier verspätete sich im Jahre 1775 um einige Wochen. Erst als der Kurier eingetroffen war, wurde mit der Lese der bereits faulen Trauben begonnen. Dem damaligen Kellermeister ist es zu verdanken, dass mit der späten Lese die Edelfäule und somit die Spätlese und Beerenauslese entdeckt wurden. Auf dem Weg zur Schlossterrasse kommen Sie am Denkmal des Spätlesereiters vorbei. Von der Terrasse öffnet sich wieder ein herrlicher Blick auf die Weinberge von Johannisberg und den Rhein.

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