Wallufer Lagen
Berg-Bildstock
In keiner Lage findet man mehr Bildstöcke von Schutzheiligen und Kreuze als in den Weinbergen zum Schutz und Segen für Reben und Wein.
Die Böden zeigen einen Lehm bis tiefgründigen Lößlehm. Die Weine sind kräftig und körperreich mit eine feingliedrigen Note, weisen aber eine markante mineralische Säure vor. Sie benötigen auch eine gewisse Zeit bis sie sich öffnen, sind aber trotzdem gut lagerfähig.



LAGENLIEBE: Wallufer Berg-Bildstock
LAGENLIEBE ist eine Social-Media-Kampagne, mit der verschiedene Weinbergslagen und Besonderheiten des Rheingaus vorgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei junge Winzerinnen und Winzer, die besondere und herausragende Lagen bewirtschaften und deren charakteristische Eigenschaften sichtbar machen. Dabei werden die Böden, klimatischen Bedingungen und landschaftlichen Besonderheiten der einzelnen Lagen ebenso betrachtet wie die Weine, die dort entstehen.
Wallufer Berg-Bildstock
Der Wallufer Berg-Bildstock ist eine charakteristische Weinbergslage in Walluf. Namensgebend sind die kleinen religiösen Denkmäler, sogenannte Bildstöcke, die sich in und entlang der Weinberge finden. Sie prägen das Landschaftsbild und verleihen der Lage eine besondere Verbindung von Weinbau, Kultur und Geschichte.
Die Weinberge sind vor allem durch tiefgründige Lösslehmböden geprägt. Diese können Wasser gut speichern und bieten den Reben auch in warmen und trockenen Jahren eine stabile Grundlage. Zusammen mit der geschützten Lage entstehen hier Weine mit Kraft und Balance sowie einer feinen Eleganz, die insbesondere mit zunehmender Reife deutlich hervortritt.
Riesling und Spätburgunder zählen zu den prägenden Rebsorten der Lage. Darüber hinaus werden im Wallufer Berg-Bildstock zahlreiche weitere Rebsorten kultiviert. Dazu gehören Dunkelfelder, Ruländer, Weißer Burgunder, Dornfelder, Blauer Portugieser, Chardonnay, Merlot, Roter Traminer und Auxerrois.
Der Wallufer Berg-Bildstock verbindet damit tiefgründige Lösslehmböden und günstige kleinklimatische Bedingungen mit einer besonderen kulturhistorischen Prägung. Die Kombination dieser Faktoren verleiht der Lage einen eigenständigen Charakter und schafft die Grundlage für vielseitige und charaktervolle Weine.
Gottesacker
Der Lagenname leitet sich durch den Friedhof des Nonnenklosters Rode und der Siedlung Rode oder als kirchliche Stiftung ab.
Die Böden sind tiefgründige Lößlehme und Lösse. Sie sind geprägt durch eine sehr gute Wasserversorgung. Die Weine sind voluminös und haben eine markante bis herzhafte Säure. Sie sind in ihrer Jugend noch sehr verschlossen.
Langenstück
Der Name ist auch hier durch die Form des Geländes entstanden.
Die Böden zeigen auch einen Lehm bis tiefgründigen Lößlehm. Die Weine sind gehaltvoll mit einer pikanten abgepufferten Säure. Die Weine sind früh reif.
Oberberg
Die Lage trägt ihren Namen von der Lage oben am Berg, an der „Waldgrenze“.
Die Böden zeigen auch einen Lehm bis tiefgründigen Lößlehm. Die Weine sind mittelschwer mit einer markanten Säure. Die volle Aromatik entwickelt sich erst nach einer Reifephase.
Vitrusberg
Der Name kommt von dem beliebten Heiligen St. Veit – St. Vitus und ist oft weinbezogen angewandt worden bis zur Erhebung des Heiligen Vitus zum Weinheiligen wegen des Gleichklangs Vitus = Vitis (Weinstock).
Die Böden zeigen auch einen Lehm bis tiefgründigen Lößlehm. Die Weine sind wuchtig mit viel Frucht und Würze. Sie sind geprägt durch ein angenehmes Säurespiel. Sie reifen früh, sind aber auch gut lagerfähig.
Walkenberg
Am Wallufbach gab es zahlreiche Mühlen von denen um 1900 noch neun in Betrieb waren. Drei davon waren zeitweise Walkmühlen für das Gerbergewerbe und die Aufbereitung von Wolle. Daher der Lagenname.
Die Böden zeigen einen Lehm bis tiefgründigen Lößlehm. Die Weine sind körperreich, gehaltvoll mit einer fruchtigen bis würzigen Note. Besonders sind sie durch ihr harmonisches kräftiges Säurespiel geprägt. Sie benötigen auch einige Zeit bis sie sich entfalten.

