Rüdesheimer Lagen
Berg Roseneck
Der Lagenname Roseneck leitet sich aus den Wildrosenhecken ab, die noch heute auf zahlreichen Felsvorsprüngen wachsen.
Die Schiefer-Quazit-Böden enthalten Lößlehm und ergeben rassige, abgepufferte Weine mit ausgereifter Säure und langer Lebensdauer.



Berg Schlossberg
Der Name wird aus der Burg Ehrenfels abgeleitet, die von den Mainzer Erzbischöfen um 1211 als Schutz- und Zollburg errichtet wurde.
Die skelettführenden Quarzit– Schiefer-Böden geben den Weinen eine reichhaltige und eine feine harmonisch, ausgeprägte Rieslingsäure.



LAGENLIEBE: Rüdesheimer Berg Schlossberg
LAGENLIEBE ist eine Social-Media-Kampagne, mit der verschiedene Weinbergslagen und Besonderheiten des Rheingaus vorgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei junge Winzerinnen und Winzer, die besondere und herausragende Lagen bewirtschaften und deren charakteristische Eigenschaften sichtbar machen. Dabei werden die Böden, klimatischen Bedingungen und landschaftlichen Besonderheiten der einzelnen Lagen ebenso betrachtet wie die Weine, die dort entstehen.
Rüdesheimer Berg Schlossberg
Der Rüdesheimer Berg Schlossberg zählt zu den markantesten und steilsten Weinbergslagen des Rheingaus. Er liegt in einer markanten Biegung des Rheins, an der sich der Fluss wieder nach Norden wendet. Mit Steigungen von bis zu 65 Prozent stellt die Lage besondere Anforderungen an die Bewirtschaftung. Teilweise werden die steilen Hänge von hohen Weinbergsmauern gestützt, die das Landschaftsbild prägen und die lange Weinbautradition der Region widerspiegeln.
Charakteristisch für den Schlossberg sind die kargen, skelettreichen Böden aus Rheinschiefer und Taunusquarzit. Sie stellen besondere Anforderungen an die Reben und besitzen zugleich die Fähigkeit, Wärme zu speichern. Diese geologischen Voraussetzungen tragen wesentlich zum Charakter der hier entstehenden Weine bei. Vor allem die Rieslinge aus dem Rüdesheimer Berg Schlossberg zeichnen sich durch eine ausgeprägte, feine und harmonische Säure aus.
Auch die Geschichte der Lage ist eng mit der Landschaft oberhalb des Rheins verbunden. Der Name geht auf die Burg Ehrenfels zurück, die um 1211 von den Mainzer Erzbischöfen als Schutz- und Zollburg errichtet wurde. Die Ruine ist bis heute weithin sichtbar und prägt das Erscheinungsbild der Weinberge am Rhein.
Das Zusammenspiel aus steilen Hängen, kargen Böden, besonderen klimatischen Bedingungen und jahrhundertealter Weinbaukultur macht den Rüdesheimer Berg Schlossberg zu einer prägenden Weinbergslage des Rheingaus. Er zeigt eindrucksvoll, wie eng die Herkunft eines Weines mit der Landschaft und den Menschen verbunden ist, die sie bewirtschaften.
#LAGENLIEBE Winzerportrait
Berg Kaisersteinfels
Die Lage weist auf den durch Stein und Fels geprägten Boden hin. Der Bezug zum Kaiser kommt durch Kaiser Karl der Große, der dort die Rebsorte Orleans anbauen ließ. Das Ausgangsgestein für den Boden ist Quarzit mit Schiefereinlagen. Die Weine sind durch ihre Mineralität mit einer angenehmen Frucht, aber auch einer nervigen Säure geprägt.
Berg Rottland
Der Lagenname Rottland leitet sich aus dem Wort "roden", d.h. urbar machen ab. Die Lage liegt unmittelbar hinter der Rüdesheimer Altstadt.
Bedingt durch die geschützte Lage in unmittelbarer Rheinnähe und den tiefgründigen Lößlehmböden gelangen die Weine zu großer Reife, gepaart mit einer fruchtigen Säure.
Bischofsberg
Benannt nach den Mainzer Erzbischöfen, welche die Rodung hier erlaubten und förderten. Der Bereich ist durch Direktzuglagen geprägt.
Tiefgründige Lößlehme mit einer guten Wasserführung bringen voluminöse Weine mit einer markanten Säure hervor. In trockenen Jahren zeigt diese Lage von allen Rüdesheimer Lagen ihr ganzes Potential.
Drachenstein
Der Name ist auf den Fels mit mythologischen Namen und eventuell auf die Form eines Drachen zurückzuführen
In dem Bereich findet man lößlehmhaltige Sandstein- und Quarzitböden. Teilweise kommen auch sehr tiefgründige Böden mit erhöhten Kalkanteilen vor. Die Weine sind geprägt durch ihre blumige und elegante Art mit einer feinen würzigen Note.
Kirchenpfad
Der Lagename leitet sich davon ab, dass durch diesen Bereich der Weg zur Eibinger Pfarrkirche verlief.
Der Boden in diesem Bereich ist ein tiefgründiger Quarzit- und Lößboden mit guter Feuchtigkeit. Die Weine zeigen viel Körper mit einer nachhaltiger Säure und guter Lagermöglichkeit.
Klosterberg
Der Lagenname leitet sich durch das im Mittelpunkt liegende, im Jahre 1904 wiederbegründete, Benediktiner-innenkloster St. Hildegard ab.
Die Weinberge liegen auf der dritten Ebene des Mainzer Beckens und sind durch Sandstein- und Quarzitböden geprägt. In diesem Bereich wachsen meist leichtere Weine, die aber eine große Mineralität und oft eine rassiger Säure haben.
Klosterlay
Die Lage leitet sich von dem Benediktinerinnenkloster St. Hildegard ab, dass um 1100 gegründete wurde. Die Weinberge sind um das Kloster gelegen. Weiterhin verbindet man mit dem Begriff Lay-Fels auch die Schiefer zum Dachdecken.
Der Boden in diesem Bereich zeigt einen tiefgründigen Lößlehmboden mit einer guten Wasserführung. Die hier wachsenden Weine sind geprägt durch eine fruchtige und würzige Säure mit einer großen Eleganz.
Magdalenenkreuz
Der Lagename leitet sich aus einem Bildstock ab, der eine Kreuzigungsgruppe, zu der Maria Magdalena gehörte, darstellt.
Der Bereich ist auch eine Direktzuglage mit tiefgründigen Lößböden, die in weiten Bereichen Grundwasser führen. So wachsen hier dominante, nachhaltige und fruchtige Weine.
Rosengarten
Der Name leitet sich aus dem gepflegten Garten an der Brömserburg ab.
Der Boden ist in diesem Bereich sehr tiefgründig mit kalkhaltigen Lössen und einer guten Wasserführung. Die Weine ähneln denen des Rottland, haben aber ein feinfruchtigeres Spiel mit einem nachhaltigeren Volumen.

