Klimaanpassung im Rheingau
Längst spüren die Verantwortlichen in Weinbau, Landwirtschaft, Forst und Kommunen die Folgen des Klimawandels im Rheingau: Häufigere Trockenheitsphasen gefährden die Wasserversorgung von Pflanzen und Bäumen; Starkregenereignisse lassen Böden erodieren, die Gefahr von Überschwemmungen nimmt zu. Weil der Rheingau von ufernahen Siedlungen, zum Teil dort angrenzenden Steillagen und nochmals höhergelegenen Wäldern geprägt ist, können extreme Wettereignisse gleichzeitig Auswirkungen auf die Kulturlandschaft und Siedlungsgebiete haben. Denn Wasser kennt keine Grenzen.
Treten solche Situationen häufiger auf, kann dies negative Auswirkungen auf den für die Region existentiellen Tourismussektor haben. Die Antwort kann nur Klimaanpassung sein: nicht als Herausforderung für einzelne Akteure, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe für alle Betroffenen im Rheingau.
Für die Lösung spielt Wasserrückhalt in der Landschaft eine große Rolle. Durch vorbeugende Maßnahmen verringert und verlangsamt sich das oberflächliche Abfließen von Niederschlagswasser, wird aufgefangen oder in die Fläche abgeleitet und kann hier versickern oder verdunsten. Im Gegensatz zu rein technischen Maßnahmen orientieren sich naturnahe Lösungen an einem natürlichen Landschaftswasserhaushalt und fördern natürliche Prozesse.
Vor diesem Hintergrund hat die Hochschule Geisenheim im Auftrag des Zweckverband Rheingau den Praxisleitfaden naturnaher Wasserrückhalt erarbeitet. Dieser wendet sich primär an Verantwortliche aus Weinbau, Landwirtschaft, Forst und Kommunen.
Wir stellen den Praxisleitfaden naturnaher Wasserrückhalt erstmals am 26.11.2025 der Öffentlichkeit vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

