König der Rotweine

Rheingauer Spätburgunder

Ein Spätburgunder im Glas ist immer etwas Besonders, vor allem dann, wenn er aus dem Rheingau kommt.

Seine Erfolgsgeschichte im Rheingau beginnt mit den Zisterziensern, die von Burgund aus ein Netz an Klöstern über das mittelalterliche Europa spannten und mit Kloster Eberbach ihre Rheingauer Dependance gründeten. Im Gepäck immer mit dabei: Spätburgunder, nicht nur wirtschaftlicher Grundstock für viele Klöster, sondern auch Symbolik für die christliche Mythologie des Abendmahles mit dem Blut Christi. Dass der Spätburgunder Jahrhunderte später anderen Rebsorten das Feld überlassen musste, nur in Nischen überleben konnte, hat verschiedene Gründe. Aber noch heute stehen die meisten dieser deutschen Spätburgunder-Inseln in einem historischen Zusammenhang mit einem Kloster.

 

 

Längst taucht der Spätburgunder heute in vielen Rheingauer Weinbergen von Hochheim bis Lorchhausen auf, aber seine traditionsreiche Heimat im Rieslingland Rheingau sind die steilen Schieferwände hinter den Dächern des kleinen Weinortes Assmannshausen.

Von den Eberbacher Zisterziensern angelegt, wächst im weltberühmten Assmannshäuser Höllenberg ein höllisch guter Spätburgunder. Schon vor mehr als 500 Jahren erstmals erwähnt, sind die roten Rheingauer bis heute im Gespräch geblieben. Ein Großteil des Berges wird von den Hessischen Staatsweingütern Domaine Assmannshausen bewirtschaftet, die den Stil der Rheingauer Spätburgunder nachhaltig geprägt haben. Doch in den vergangenen Jahren haben dazu immer mehr ambitionierte Winzer mit Hilfe von Ertragsreduzierung, längeren Maischzeiten und einem gekonnten Ausbau im großen Holzfass oder in kleinen Barriquefässern dem Assmannshäuser zu neuem Ruhm verholfen und die Rheingauer Spätburgunder längst in die Rangliste der besten deutschen Rotweine geschoben.

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