Was für ein Panorama am Start – und was für ein Höhenprofil danach! Wie schön, dass es anfangs durch Wiesen bergab geht. Wenig später erreicht man einen der spektakulärsten Aussichtspunkte im Wispertal, das „Dickschieder Fenster“.
Danach heißt es Ohren spitzen, denn es geht durch abwechslungsreichen Wald, in dem sich das Wild gerne aufhält. In der Brunftzeit ist das Röhren der Hirsche allgegenwärtig.
Nach Verlassen des Waldes erreicht man den 445 m hohen Atzmann. Hier könnte man die Tour unterbrechen. Wer weiter wandert, wird keine 100 Meter danach an den „Zwillingsbänken“ mit prächtigem Blick belohnt.
Ab hier führt der Weg tief ins Mehrbachtal hinab. Über Trittsteine quert man den Bach und wenig später wartet der „Wisperthron“ am Weg. Im Rücken der erhöhten Ruhebank zeugen schräge Schieferplatten von den Kräften, die das Gelände seit Jahrtausenden auffalten.
Nach der Rast steigt die Tour genüsslich zu einem Wegetreffpunkt im Wald empor. Hier beginnt der quirligste Teil der Tour: die Schieferfelsen der „Spitzlei“. Lei steht für Felsen; die Loreley kommt in den Sinn. Der Pfad zwischen Krüppeleichen und Kiefern zählt zu den schönsten Abschnitten des Dickschieder Wildwechsels, wildromantisch!
Wenig später wird im abgeschiedenen und verträumten Herzbachtal der tiefste Punkt der Tour erreicht. Beim folgenden Anstieg darf man sich getrost Zeit lassen – er zieht sich lang bis zur „Erich-Fischer-Bank“, einem wohl verdienten Rastpunkt. Von dort schlendert man gemütlich durch Wiesen zum Ortsrand von Hilgenroth.
Über Wiesen geht es erneut zum Mehrbach hinab. Und wieder muss man über Trittsteine balancieren. Jenseits steigt der Weg ein letztes Mal steil an. Schon bald ist Dickschied erreicht, und großartige Fernblicke belohnen zum Abschluss die Mühe.
Tourist-Info Lorch am Rhein mit Vinothek im Hilchenhaus
Rheinstraße 48,65391 Lorch (Rhein)
Telefon: 06726-8399249

WIESBADEN RHEINGAU
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Maren Gutberlet




