Zuweg: Vom Bahnhof oder der Altstadt Rüdesheim führt ein Zuweg zum Tempelchen. Alternativ kann man die Gondelbahn nutzen.
Vom Tempelchen sind es nur wenige Schritte auf dem Rheinsteig (RS), dann steht man vor dem mächtigen Niederwalddenkmal und hat einen grandiosen Ausblick auf Rüdesheim, Bingen und den Beginn des UNESCO Welterbes Mittelrheintal. Nachdem man in den Wald eingetaucht ist, nimmt der Trubel schnell ab. Der RS macht eine Stippvisite in den Weinbergen, steigt aber rasch wieder zurück in den Wald. Dort sorgen Rossel und Rittersaal, zwei Gemäuer des Osteinschen Parks aus dem 18. Jahrhundert, für einen Hauch von Ritterromantik und bescheren tolle Ausblicke. Kurz darauf sorgt noch die wundersame Zauberhöhle, ein künstlicher Tunnel mit Aussichtspavillon am Ende, für Kurzweil. Anschließend wandert man zum Jagdschloss Niederwald, wo der steile Abstieg nach Assmanshausen beginnt (wer Marscherleichterung möchte, kann in der Saison die Sesselbahn nehmen).
Der RS windet sich in Serpentinen talwärts und erreicht an der Waldstraße Assmannshausen. Der Abstieg geht weiter, man passiert die Talstation und trifft schließlich an der Alten Bauernschänke ein, die zur Einkehr lockt. Stärkung kann nicht schaden, denn der nächste Anstieg will gemeistert werden! Von der Höllenbergstraße führt der RS zum Ortsrand und schraubt sich nun auf Weinbergswegen stetig bergan. Nach kräftezehrendem Anstieg ist man sehr erfreut, als der filigrane Rotweinpavillon zur wohlverdienten Pause einlädt.
Erholt wandert man weiter zum Waldrand. Nun wird es herausfordernd! Denn mit einer kurzen Kletterpartie taucht man in den typischen Niederwald ein und gelangt auf den Felsenpfad, der sich teils recht anspruchsvoll durch die sehr steile Hangflanke windet. Der RheinSTEIG macht seinem Namen alle Ehre und feste Wanderstiefel sowie sehr gute Trittsicherheit sind nun wichtig.
Nachdem der Pfad auf einen Waldweg mündet, geht es deutlich entspannter weiter. Vorbei an einer tollen Aussicht, wird das Speisbachtal umrundet. Zurück an der Hangkante, lädt die Paul Claus Hütte zur aussichtsreichen Pause. Wenig später gilt es die Rosselhalden unterhalb des Teufelskadrich zu queren, bevor sich der RS deutlich absenkt und in das Bodental abbiegt. Dort kann man seltene Stille genießen, während man den Bach an einem kleinen Teich quert. Ansteigend wandert man im Bogen zurück zur Hangkante, passiert dort den Abzweig zum Campingplatz Suleika und trifft am nächsten spektakulären Rastplatz ein: Georgs Ruh.
Zwischen Wald und Weinbergen setzt sich der RS hangparallel fort und begeistert mit toller Aussicht: je nach Blickwinkel sind bis zu sechs Burgen gleichzeitig im Blickfeld. Dermaßen kurzweilig unterhalten, taucht man am Rand des Bächergrundes wieder in den Wald ein und steigt stramm in das Seitental auf. Doch bald ist die Gegenseite erreicht und der RS führt sanft abwärts zurück ins Rheintal. Man passiert eine Schutzhütte und bewundert die kunstvollen Trockenmauern am Wegesrand. Schließlich wechselt man in die Weinberge und erkennt voraus bereits das Tagesziel. Die letzten Kilometer sind Panoramawandern pur und entsprechend beschwingt trifft man nach einer Kehre am Ortsrand von Lorch ein. Durch enge Gassen gelangt man zum Marktplatz, wo die Etappe an der Martinskirche endet.
Zuweg: Vom Marktplatz in Lorch gelangt man durch die Rheinstraße zum Bahnhof.
Parkplatz am Bahnhof Rüdesheim.
Mit dem Zug bis Bahnhof Rüdesheim.

Mittelrhein
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Joachim Fox




