Hölle
Der Name Hölle leitet sich aus dem Begriff des altdeutschen „Halde“ ab und hat nichts mit der Hölle zu tun.
Die Böden sind sandig bis kiesig mit Lößbeimengungen sowie tertiärer Mergelböden. Die Weine zeigen eine kernige Säure mit spritzigen Fruchtaromen. Sie zeigen früh eine sehr feine Art der vorhandenen Fruchtaromatik.



LAGENLIEBE: Hochheimer Hölle
LAGENLIEBE ist eine Social-Media-Kampagne, mit der verschiedene Weinbergslagen des Rheingaus vorgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei junge Winzerinnen und Winzer, die besondere und herausragende Lagen bewirtschaften und deren charakteristische Eigenschaften sichtbar machen. Neben den Menschen, die die Weinberge bewirtschaften, werden dabei auch die unterschiedlichen Böden, klimatischen Bedingungen und Besonderheiten der einzelnen Lagen betrachtet.
Hochheimer Hölle
Die Hochheimer Hölle zählt zu den traditionsreichen und charakteristischen Weinbergslagen in Hochheim am Main. Sie liegt südlich von Hochheim und erstreckt sich sanft in Richtung Main. Durch ihre geschützte, warme Lage profitiert sie von besonderen kleinklimatischen Bedingungen.
Die Nähe zum Main trägt zu einem ausgeglichenen Mikroklima bei. Gleichzeitig sorgt die gute Sonneneinstrahlung an den Hängen für günstige Voraussetzungen für den Weinbau. Die Kombination aus Wärme, Sonneneinstrahlung und den fruchtbaren Böden schafft ideale Bedingungen für ausdrucksstarke Weine mit Tiefe, Eleganz und ausgeprägtem Herkunftscharakter.
Besonders der Riesling prägt den Charakter der Hochheimer Hölle. Auch Spätburgunder gehört zu den bedeutenden Rebsorten der Lage. Darüber hinaus werden hier verschiedene weitere Rebsorten kultiviert, darunter Gelber Orleans, Cabernet Blanc, Chardonnay, Weißer Burgunder, Merlot, Gelber Muskateller, Souvignier Gris und Scheurebe.
Die Hochheimer Hölle verbindet damit eine lange Weinbautradition mit ihrer geschützten Lage am Main und den besonderen klimatischen Voraussetzungen, die sie zu einer charakteristischen Weinbergslage des Rheingaus machen.
Berg
Der Lagenname ist durch die Struktur der Geländeformation abgeleitet und ist gemarkungsübergreifend nach Kostheim.
Die Böden sind Lößlehme und Lösse mit mehr oder weniger kiesigen tertiären Mergeln. Die Weine sind von zarter Natur mit einem verhaltenen Säurespiel. Sie sind meist feinnervig und pikant in dem Säurespiel.
Herrnberg
Der Lagenname leitet sich aus dem Besitztitel geistlichen Ursprungs (die Domherren von Köln und dann Mainz 1273) ab.
Die Böden sind tiefgründige Sande (Flugsande) zum Teil mit einem kiesigen Anteil (Mainterrassen). Die Wein zeigen eine mineralische und rassige Säure, gepaart mit einem angenehmen Spiel aus Frucht und Würze. In der Jugend sind sie meist verschlossen.
Hofmeister
Der Lagenname leitet sich aus den Besitzrechten des erzbischöflichen Hofmeisters (Damme) von 1363 her ab.
Die Böden sind Lößlehme und Lösse mit mehr oder weniger kiesigen tertiären Mergeln. Die Weine zeigen eine verhaltene Fülle mit viel Eleganz und einem feinnervigen Säurespiel. Sie benötigen eine gewisse Flaschenreife bis das volle Aromaspiel sich entfaltet.
Kirchenstück
Der Name entstand durch die Lage östlich der Hochheimer Kirche.
Die Böden sind Lößlehme und Lösse mit mehr oder weniger kiesigen tertiären Mergeln. Die Weine haben ein großes Volumen mit einer vollendeten Harmonie aus feinfruchtigen Säuren und zarten Fruchtaromen.
Königin Viktoria
Der Lagenname wird von dem Deutschlandbesuch der Queen Victoria 1850 abgeleitet, da sie hier die ersten reifen Trauben verkostet hat. Am 5. Dezember 1850 verlieh die Königin die Urkunde mit dem Namen und im Jahre 1854 wurde das heute noch bestehende Denkmal errichtet.
Die Böden sind Lößlehme und Lösse mit mehr oder weniger kiesigen tertiären Mergeln. Die Weine zeigen ein elegantes und feinnerviges Säurespiel. Sie haben ein harmonisches ausdrucksvolles Aromaspiel mit einer guten Lagerfähigkeit.
Reichstal
Der Lagenname weist auf die besonders fruchtbare Bodenbeschaffenheit hin und ist auch gemarkungsübergreifend nach Kostheim.
Die Böden sind Lößlehme und Lösse mit mehr oder weniger kiesigen tertiären Mergeln. Die Weine sind stoffig und haben eine große Fülle mit einer rassigen und fruchtigen Säure. Sie sind in der Jugend stark verschlossen.
Stein
Der Lagenname ist ein Hinweis auf die Bodenbeschaffenheit.
Die Böden sind sandig bis kiesig mit Lößbeimengungen sowie tertiärer Mergelböden. Die Weine zeigen eine kernige Säure mit spritzigen Fruchtaromen. Sie zeigen früh eine sehr feine Art der vorhandenen Fruchtaromatik.
Stielweg
Auch hier wird die Ableitung zum Mittelhochdeutschen Begriff stigel = Steig wie bei der Lage Kostheimer Steig abgeleitet.
Die Böden sind Lößlehme und Lösse mit mehr oder weniger kiesigen tertiären Mergeln. Die Weine zeigen eine sehr verhaltene Art gepaart mit einer geschmeidigen Säure. Sie sind in der Jungend auch sehr verschlossen.




