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Die "Schönste Weinsicht" vom Rheingau

Blick vom Geisenheimer Rothenbergkreuz

Er ist mit 152,7 Metern Höhe nicht wirklich hoch, doch wer einen Blick zu seinem Gipfelkreuz erhascht, sieht sofort, warum ihn die Geisenheimer ihren Hausberg nennen: Der Rothenberg überragt die Stadt und gibt ihr ein besonderes Gepräge – er steht darin seinem weltberühmten Nachbarn Johannisberg in nichts nach.In seinen Steillagen wächst Wein, der auf gleicher Stufe wie der Rüdesheimer Berg, das Schloss Johannisberg, der Steinberg und der Kiedricher Gräfenberg steht. Die älteste Lagenklassifikationskarte der Welt weist ihm seit 1867 den höchsten Status der Klasse I zu. Im Rothenberg wurden mehrfach Riesling-Trockenbeerenauslesen mit mehr als 300 Grad Oechsle geerntet. 2005, 2007 und 2009 markierte eine Trockenbeerenauslese dieser Lage den Deutschlandrekord der Mostgewichte. Seit der Blick vom Rothenberg zu den "Schönsten Weinsichten“ Deutschlands gehört, genießen immer mehr Menschen das prächtige Panorama. Im Norden recken sich die Höhenzüge des Taunus empor und erinnern daran, dass das Weinland Rheingau eigentlich ein Waldland ist. Rheinaufwärts reicht der Blick über Schloss Johannisberg und die Rebhänge hinweg nach Wiesbaden und Mainz, gleitet über den Inselrhein mit der größten Rheininsel (Mariannenaue) und der breitesten Stelle des Stromes (ein Kilometer) ins rheinhessische Hügelland, bleibt kurz am Rochusberg bei Bingen sowie dem Donnersberg am Horizont hängen und endet schließlich im Westen beim weltberühmten Weinort Rüdesheim, dem Tor zum Oberen Mittelrheintal, seit 2002 Unesco-Welterbe. Das Benediktinerkloster der Heiligen Hildegard in den Weinbergen und das Denkmal auf dem Niederwald geben vom Rothenberg aus die Richtung für eine Wanderung vor, die alles bietet, was den Rheingau prägt: Wein, Wald, Wiesen und Wasser. Man könnte es auch kürzer sagen: Wohlfühlen pur.

Die Rundtour beginnt am Geisenheimer Bahnhof (nördlicher Bahnsteig). Auf der Bahnstraße gehen Sie ca. 100 Meter Richtung Rüdesheim, dann nach Rechts in der Behlstraße bis zum Nordring am Fuß des Rothenbergs. Nun biegen Sie nach Rechts zu den Hochhäusern ab. Direkt gegenüber beginnt der Weinlehrpfad, den Sie zur "Schönsten Weinsicht im Rheingau 2012" auf dem Rothenberg-Gipfel begleiten.

Nachdem das Panorama genossen ist, schlendern Sie auf dem Feldweg auf Schloss Johannisberg zu und treffen auf die Langestraße. Ihr folgen Sie nach Rechts abwärts zu den Hochhäusern an der Albert-Schweitzer-Straße. Nun nach Rechts auf dem Nordring bis zur Hospitalstraße, wo Sie auf den Rheinsteig-Zugweg treffen ("weißes R auf gelbem Grund"). Er führt nach Rechts am alten Friedhof vorbei und in der Straße "Kreuzweg" in die Weinberge.

Dort steigt die Route bis zum Schützenhaus an, wo sie auf den "blauen" Rheinsteig einmündet. Ihm folgen Sie nun zum Kloster St. Hildegard aus dem Jahr 1904. Es geht zurück auf ein Kloster, das die Heilige Hildegard 1165 in Eibingen (seit 1939 ein Ortsteil von Rüdesheim) gründete. In der Abtei führen Ordensfrauen die benediktinische Tradition fort.

Weiter in westlicher Richtung geht es über die Straße nach Aulhausen hinweg zum Brahmsweg auf der Trasse der ehemaligen Zahnradbahn zum Niederwald. Sie können nun dem Rheinsteig nach Rechts folgen und zum Germania-Denkmal aufsteigen (20 Minuten). Die Weinsicht-Route biegt nach Links auf den Brahmsweg ein und leitet schließlich zu einem großen Parkplatz hinab. Von hier sind es gerade mal 500 Meter nach Rechts bis zum oberen Ende der weltberühmten Drosselgasse.An deren unterem Ende ist das Rheinufer erreicht. An den Schiffsanlegern entlang schlendern Sie zum Asbach-Freibad, dem Campingplatz und den Ruinen der Hindenburg-brücke. Der Radweg R 3 führt in Richtung Geisenheim am Klärwerk nach Rechts zum Ufer zurück und begleitet den Strom bis zum Weinprobierstand, wo Sie mit einem guten Tropfen auf die gelungene Tour anstoßen können. Von hier zum Bahnhof sind es knapp fünfzehn Gehminuten.

Eigenschaften des Wegverlaufs

mittel
3:28 h
13,0 km
238.73 m
241.59 m



FERIENSTRASSEN.INFO · : David Hausberg